Über mich
Ich bin immer wieder neue Wege gegangen, nur um am Ende erneut stehenzubleiben.
Eine leise innere Stimme hat mich dabei begleitet und immer wieder geflüstert: Das ist es noch nicht. Mit der Zeit wuchs die Frustration in mir – das Gefühl, erneut nicht den richtigen Weg gefunden zu haben. Ich kam immer wieder an denselben Punkt: Zuerst war da die Überzeugung, dann kamen Zweifel. Und mit ihnen die Angst, nicht genug zu sein, zu scheitern, dem Ganzen nicht gewachsen zu sein. Oft ging ich zwei Schritte zurück, statt einen nach vorn. Keiner dieser Wege fühlte sich wirklich richtig an – oder besser gesagt: nicht wirklich nach mir.
An diesem Punkt traf ich eine Entscheidung.
Ich gab mir ein Jahr. Ein Jahr, in dem ich einfach nur sein durfte. Ohne Ziel. Ohne Druck, einen beruflichen Weg finden zu müssen. Denn wie man so sagt: Du darfst erst sein, um zu haben. Unter diesem Motto stand mein Jahr 2025. Dann führte mich mein Weg zum Tee. Nicht mit der Absicht, daraus etwas zu machen. Nicht, um ein neues Angebot zu entwickeln – sondern einfach für mich. Für mich ganz untypisch begann ich schlicht: mit einer Teeschale und etwas Tee. Ohne Ausstattung, ohne Perfektion, ohne das Gefühl, alles richtig machen zu müssen. So oft hatte ich zuvor geglaubt, ich müsste erst alles haben, bevor ich beginnen kann. Doch dieses Mal war etwas anders. Ich begann einfach.
Und bei meinem ersten Tee – nur für mich, in Stille – liefen mir Tränen über das Gesicht.
Es fühlte sich an wie ein Nachhausekommen. Ein tiefes Erinnern. Daran, dass die Natur und ich nicht getrennt sind. Daran, dass all das einmal selbstverständlich Teil meines Lebens war: die Pflanzenmedizin, der Tee, die Rituale, dieses Gefühl von Verbundenheit. Dieses Jahr war ein Auf und Ab der Gefühle – getragen vom immer wiederkehrenden Sitzen mit dem Tee. Und am Ende des Jahres war sie wieder da, diese leise Stimme. Doch dieses Mal sagte sie etwas anderes:
Das ist der Weg.
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